BERR-Treff (2) am 20.09.2023 (Ankündigung)

Save the Date!

Nachdem der erste BERR-Treff im April dieses Jahres recht gut angekommen ist, haben wir jetzt wie versprochen die Fortsetzung geplant.

Und zwar am 20. September 2023 um 18:30 Uhr.

Wir freuen uns darauf, dass wieder viele Mitglieder mit dabei sind. Und wir werden diesmal das Meeting auch für (Noch-)Nicht-Mitglieder auf machen, für Leute also, die sich für die BERR interessieren und die womöglich selber einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in der Region Regensburg leisten wollen.

BERR-Treff (2) worum geht‘s?

Inhaltlich sind folgende Schwerpunkte geplant:

  • Bürgerenergie-Genossenschaften

ein kleiner Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand der Bürgerenergie-Genossenschaften. Wie viele gibt es? Welche Bedeutung haben sie? Wie schauen die Perspektiven aus? Was ist für Interessenten wichtig? etc.

  • BERR-aktuell

Für alle, die bei der letzten Generalversammlung nicht dabei sein konnte, wird Jochen Scherrer, unser Vorstandsvorsitzender, einen Bericht zur aktuellen Situation liefern. Es gibt einige interessante und vielversprechende Projekte in der Pipeline, über die wir sprechen wollen. Und es gibt organisatorische Entwicklungen, zum Beispiel die Gründung einer Projekt-GmbH, welche das operative Geschäft der BERR übernehmen soll. 

  • Menschen bei der BERR

Ein paar Leute aus unserem Kreis werden sich kurz vorstellen und dabei auch davon berichten, warum sie bei der BERR sind und was sie sich von der Genossenschaft wünschen.

  • Die BERR soll wachsen

Die Zeit ist reif für einen kräftigen Wachstums-Schub bei der BERR. Deshalb möchten wir eine Marketing-Kampagne vorstellen, mit der wir dieses Wachstum gerne anschieben und voran bringen wollen.

Für diesen BERR-Treff ist eine Anmeldung erforderlich. Die Plätze sind begrenzt, also sollten Sie sich bitte gleich hier anmelden.

Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich jedenfalls auf eine rege Teilnahme, wie gesagt diesmal auch gerne von Menschen, die noch kein Mitglied sind, aber sich für die Arbeit der BERR interessieren.

Verstärkung gesucht! Die BERR wächst und braucht neue Kräfte.

Wir suchen dringend Leute, die bei verschiedenen Aufgaben mithelfen. Das können „Ehrenamtliche“ sein, die bei den verschiedenen Projekten mit Hand anlegen. Aus gegebenem Anlass stellen wir darüberhinaus ein:

  • eine/-n Geschäftsführer/-in für die neue BERR-Projekt GmbH
  • eine/-n Werkstudent/-in für den Bereich Marketing

Unsere Genossenschaft lebt größtenteils vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder. Es besteht deshalb laufend Bedarf an Freiwilligen, die sich an vielen Stellen herzlich gerne einbringen könnten. Zum Beispiel:

  • Pflege und Kontrolle der Anlagen
  • Organisation und Mithilfe bei Veranstaltungen
  • Vernetzung mit anderen engagierten Menschen und Organisationen
  • Marketing-Aufgaben, z.B. Content-Erstellung
  • u.v.m.

Natürlich sind wir auch dankbar für helfende Köpfe und Hände, die noch nicht Mitglieder der BERR sind, sich aber anderweitig für die Energiewende vor Ort einsetzen möchten. Interessierte melden sich bitte unter info@berregensburg.de

Weil die BERR derzeit glücklicherweise auf einem deutlichen Wachstumspfad ist, haben wir aktuell auch die folgenden Stellen zu besetzen:

Geschäftsführer (m/w/d) für die BERR Projekt-GmbH

Das Risiko-Management und andere betriebswirtschaftliche Gründe haben zu der Entscheidung geführt, dass wir uns eine GmbH zur Seite stellen, die viele der organisatorischen und kaufmännischen Aufgaben übernimmt. Für diese GmbH (in Gründung) suchen wir ab sofort eine engagierte und erfahrene Geschäftsführung.

Hier geht‘s zur Stellenausschreibung

Werkstudent/-in Marketing

Wir wollen die Kommunikation mit Mitgliedern, Interessierten und einigen anderen „Zielgruppen“ deutlich verbessert und ausbauen. Dabei soll uns ein/-e Werkstudent/-in helfen, welche/-r sich eine Arbeit mit Sinn wünscht und erste Erfahrungen im Marketing mitbringt.

Hier geht‘s zur Stellenausschreibung

Bitte diese Stellenausschreibungen gerne an Freunde und Bekannte weiterleiten…!

Warum wir Mitglieder bei der BERR sind

Axel Schulze und Tobias Leitl

Zwei junge Männer, sie sind beide Intensivpfleger an der Uni-Klinik in Regensburg, sind Mitglieder bei der BERR. Sie beschreiben, was sie dazu gebracht hat, sich in einer Energiegenossenschaft einzubringen.

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft: Unsere Motivation für die Mitgliedschaft in der BERR


Wir sind Axel Schulze und Tobias Leitl, beide leben und arbeiten wir in Regensburg. Angesichts der immer spürbareren Auswirkungen des Klimawandels nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, haben wir uns dazu entschlossen, aktiv zu werden und einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung zu leisten. Genau aus diesem Grund sind wir überzeugte Mitglieder der Bürgerenergie Region Regensburg (BERR), einer Energiegenossenschaft, die sich für erneuerbare Energien einsetzt.

Klimawandel hier und jetzt

Der Klimawandel ist keine ferne Bedrohung mehr – er zeigt sich direkt vor unserer Haustür. Extreme Wetterereignisse, Hitzewellen und steigende Meeresspiegel sind keine bloßen Schlagzeilen, sondern Realität. Deutschland bleibt von diesen Entwicklungen nicht verschont. Als verantwortungsbewusste Bürger möchten wir nicht nur zusehen, sondern handeln. Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Zukunft nur durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden kann.
Die BERR bietet uns die Möglichkeit, aktiv zu werden und unseren Teil zur Energiewende beizutragen. Energiegenossenschaften wie die BERR sind eine sinnvolle Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels. Sie ermöglichen es uns, unsere Kräfte zu bündeln und Projekte zur erneuerbaren Energieerzeugung in unserer Region zu unterstützen. Gemeinsam können wir Solaranlagen und Windparks fördern, die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch wirtschaftliche Chancen bieten.

Gemeinsam vor Ort für die Energiewende aktiv werden

Unsere Mitgliedschaft bei der BERR ist nicht nur eine Investition in eine nachhaltige Zukunft, sondern auch ein Zeichen für unser Engagement. Als Teil einer starken Gemeinschaft tragen wir dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Wir sind überzeugt, dass Energiegenossenschaften wie die BERR eine wichtige Rolle dabei spielen, eine grünere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten.
In einer Zeit, in der Handeln dringend erforderlich ist, sind wir stolz darauf, gemeinsam mit Gleichgesinnten bei der BERR aktiv zu sein. Unser Antrieb ist klar: Wir wollen eine Welt hinterlassen, in der zukünftige Generationen in einer gesunden Umwelt leben können. Und wir sind fest davon überzeugt, dass der Weg dorthin über erneuerbare Energien und nachhaltiges Handeln führt – Werte, die wir in der BERR leben und teilen.

Nettostromerzeugung im 1. Halbjahr 2023: Rekordanteil Erneuerbarer Energien von 57,7 Prozent

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im Juli die Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung für das erste Halbjahr 2023 vorgestellt, die aus der Datenplattform Energy-Charts hervorgehen.

Mit einem Anteil von 57,7 Prozent an der Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung – also dem Strommix, der aus der Steckdose kommt – lag die Erzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich über dem Vorjahr (51,8 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch lag bei 55,5 Prozent. Solar- und Windenergieanlagen speisten gemeinsam 97 Terawattstunden (TWh) in das öffentliche Netz ein, gegenüber 99 TWh im ersten Halbjahr 2022. Die Stromproduktion aus Braunkohle (- 21 Prozent), Steinkohle (- 23 Prozent), Erdgas (-4 Prozent) und Kernenergie (- 57 Prozent) ging dagegen zurück.

© Fraunhofer ISE/energy-charts.info

Die Grafik zeigt die Nettostromerzeugung aus Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung. Das ist der Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt. Die industrielle Erzeugung für den Eigenverbrauch ist bei dieser Darstellung nicht berücksichtigt.

Im ersten Halbjahr 2023 war eine Normalisierung der Energiepreise zu beobachten: der Erdgaspreis und der Börsenstrompreis sind wieder auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg gesunken, lagen aber noch über den Preisen von 2021. Die Auswirkungen des AKW-Ausstiegs mit der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim2 im April 2023 sind gut verkraftet worden. Faktoren wie die zunehmende Produktion aus erneuerbaren Quellen, das Wetter und die gestiegene Produktion in den europäischen Nachbarländern wirken sich deutlich stärker auf den Strompreis aus als die Abschaltung der drei AKWs. Die fehlenden 30 TWh der abgeschalteten Reaktoren wurden durch geringeren Verbrauch, verringerte Exporte, gesteigerte Importe sowie den Zubau von Solar- und Windkapazität kompensiert.

Die Last lag im ersten Halbjahr bei 234 TWh (1. Halbjahr 2022: 250 TWh) und setzt damit den sinkenden Trend fort. Die Stromproduktion sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 von 252 TWh auf 225 TWh. Der Export von Elektrizität nach Frankreich ging zurück, nachdem die französischen Atomreaktoren wieder ans Netz gegangen sind. Der Export nach Österreich und in die Schweiz sank aufgrund der höheren Eigenerzeugung und des geringeren Verbrauchs der Länder. Im ersten Quartal 2023 wurde mehr Strom als üblich importiert, weil die Strompreise in den Nachbarländern günstig waren.

Konstante Erzeugung aus Sonne und Wind

Die Windenergie war die mit Abstand wichtigste erneuerbare Energiequelle. Windenergieanlagen produzierten in der ersten Jahreshälfte 2023 67 TWh und lagen damit leicht unter dem ersten Halbjahr 2022 (ca. 68 TWh). Der Februar war ein schwacher Windmonat und hat damit das Gesamtergebnis gesenkt.

Photovoltaikanlagen speisten im ersten Halbjahr ca. 30 TWh in das öffentliche Netz ein, eine leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 31 TWh, für den hauptsächlich der schwache März verantwortlich war. Die Solarstromanlagen hatten damit einen Anteil von 12,5 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Am 4. Mai stellten sie einen Rekord auf: erstmals speisten Solaranlagen in Deutschland mehr als 40 GW Leistung ins Netz. Mit etwa 15 TWh Solar- und Windstromerzeugung wurde im Juni ein neuer Monatsrekord für einen Junimonat aufgestellt. Die Wasserkraft produzierte im ersten Halbjahr 9,3 TWh und lag damit über dem Vorjahr mit 8,2 TWh. Die Stromerzeugung aus Biomasse ist mit 21 TWh auf dem Niveau des Vorjahres.

In Summe produzierten die erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im ersten Halbjahr 2023 ca. 130 TWh, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 131 TWh. Der Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d. h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei ca. 57,7 Prozent und damit deutlich über dem ersten Halbjahr 2022 (51,8 Prozent).

Rückgang bei nuklearer und fossiler Erzeugung

Die drei letzten Kernkraftwerke haben bis zu ihrer Abschaltung am 15. April 6,7 TWh erzeugt. Im ersten Halbjahr 2022 waren es 15,8 TWh. Auch die Kohlestromerzeugung ist gesunken: Braunkohlekraftwerke produzierten ca. 41,2 TWh, ein starker Rückgang von 21 Prozent gegenüber 2022 (52,1 TWh). Die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken nahm ebenfalls um 23 Prozent von 26,2 TWh in 2022 auf 20,1 TWh in 2023 ab. Die Stromerzeugung aus Erdgas ging leicht von 24,3 TWh auf 23,4 TWh zurück.

Neben den Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung gibt es auch Gaskraftwerke im Bergbau und verarbeitenden Gewerbe zur Eigenstromversorgung. Diese produzierten zusätzlich ca. 24 TWh für den industriellen Eigenbedarf.

Preise für Strom und Erdgas sinken

Der volumengewichtete durchschnittliche Strompreis in der Day-Ahead Auktion lag bei 100,54 Euro/MWh. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 mit 181,28 Euro/MWh.

Der durchschnittliche Preis für Erdgas lag im ersten Halbjahr 2023 bei 45,29 Euro/MWh. Im ersten Halbjahr 2022 lag der Preis bei 99,84 Euro/MWh.

Der durchschnittliche CO₂-Zertifikatspreis pro Tonne CO₂ in Deutschland ist auf 86,96 Euro gestiegen und liegt damit über dem Wert von 2022 mit 83,01 Euro.

Solar- und Windleistung wachsen ungleich

Der Zubau an Photovoltaik-Leistung liegt aktuell im Zielkorridor der deutschen Klimaschutzziele: Allein von Januar bis Mai wurden 5 GW zugebaut, damit würde das Ziel von 9 GW im Jahr 2023 erreicht werden. Der Windausbau liegt dagegen nicht auf Kurs: Bis Ende Mai wurden 1 GW Wind onshore installiert, womit das Ziel von 4 GW Zubau verfehlt würde. Der Zubau bei Wind offshore ist mit 0,23 GW auch noch gering.

Große Bewegung ist im Bereich der Batteriespeicher zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2023 kamen 1,7 GW Speicherleistung mit einer Speicherkapazität von 2,4 GWh hinzu, sodass nun 5,6 GW Leistung mit 8,3 GWh Kapazität in Deutschland installiert sind. Bis Jahresende wird diese Kapazität auf 10 bis 11 GWh steigen. 

(Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts.)